Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung tangiert die meisten Mitbürger. Bereits vor dem Erreichen des Rentenalters müssen des öfteren zahlreiche Fragen geklärt werden, die eine Auswirkung auf den künftigen Rentenbezug haben. Insofern gilt, dass die Fragen der Rentenversicherung nicht nur die Rentner betreffen.

Mit dem Erreichen des Rentenalters erreichen die Betroffenen einen Altersrentenanspruch. Die Berechnung der Rentenansprüche und die daraus resultierenden Rentenhöhe ist eine komplexe mathematische Berechnung, die seitens der Bürger nur selten überprüft werden kann.

Bereits vor dem Erreichen des Rentenalters werden die wesentlichen Grundsteine für die künftige Rente gelegt, insbesondere im Rahmen der Klärung des Rentenversicherungskontos. Die Deutsche Rentenversicherung überprüft laufend das Versicherungskonto des Versicherten und stellt den Beitragsverlauf für einen bestimmten Zeitabschnitt verbindlich fest. Im Rahmen der Kontoführung werden die rentenrelevanten Daten, wie z.B. Bruttoverdienst, Anrechnungszeiten, Arbeitgeber etc. gespeichert. Sofern der Rententräger den Beitragsverlauf verbindlich feststellen lassen will, gilt es zu überprüfen, ob die vorgenommenen Feststellungen korrekt sind. Später vorgebrachte Sachverhalte, z.B. im Zeitpunkt der Rentengewährung, lassen sich nur mit größter Mühe korrigieren. Insbesondere die Klärung der Beitragszeiten in Gebieten der ehemaligen DDR und ausländischen Staaten bereiten Mühe, da die Zeiten von den Versicherten belegt werden müssen. Die in diesem Zusammenhang erfolgten Feststellungen sind eingehend zu überprüfen, damit der korrekte Rentenanspruch berechnet wird.

Eine andere Rentenart stellt die Rente wegen Erwerbsminderung dar. Diese kann beansprucht werden, wenn aufgrund von krankheits- bzw. behinderungsbedingten Gründen die Fähigkeit eines Menschen eingeschränkt ist, seinen Lebensunterhalt mit der Ausübung einer beruflichen Tätigkeit sicherzustellen und die weiteren Voraussetzungen für die Gewährung gegeben sind. Diese Renten unterteilen sich in Rente wegen voller Erwerbsminderung und Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung. Das wesentliche Merkmal für diese Rente ist die Erwerbsminderung, die nicht mit der Berufsunfähigkeit, d.h. die Fähigkeit, den erlernten bzw. nicht nur vorübergehend ausgeübten Beruf auszuüben, zu verwechseln ist. Eine Rente aufgrund von Berufsunfähigkeit können allenfalls ältere Berufstätige beanspruchen. Die Renten werden normalerweise nur für eine bestimmte Zeit gewährt und nach Ablauf der Bewilligungsdauer erneut überprüft.

Wir beraten Sie in Fragen der gesetzlichen Rentenversicherung. Unsere Erfahrung zeigt, dass insbesondere in Fällen der Renten aufgrund von Erwerbsminderung die Entscheidungen des Rententrägers häufig kritisch hinterfragt werden müssen. Die Abgrenzung der vollen Erwerbsminderung von der teilweisen Erwerbsminderung fällt häufig sehr schwer und stellt auch den Sachverständigen des Rententrägers auf die Probe. Seine Einschätzung bedarf daher einer gründlichen überprüfung, denn mit ihr sind weit reichende Folgen verbunden.

 

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Roman Raczek
Rechtsanwalt
Strafrecht, Sozialrecht
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Natascha Jewan
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