Sexualstrafrecht

In dem äußerst sensiblen Bereich des Sexualstrafrechts droht dem Täter meist eine empfindliche Freiheitsstrafe. Geldstrafen werden in diesen Verfahren nur selten verhängt. Darüber hinaus sieht das Gesetz die Anordnung von Maßregeln zur Besserung und Sicherung vor.

Sexualstraftaten erregen häufig eine hohe öffentliche Aufmerksamkeit. Die Aussagepsychologie und die Technik der Zeugenbefragung sollten in einem derartigen Verfahren keinesfalls unterschätzt werden. Bei der Beurteilung der Glaubhaftigkeit der Bekundungen der Belastungszeugen und deren Glaubwürdigkeit als Person ist größtmögliche Sachlichkeit geboten und einem in der Regel emotionalen Auftritt des vermeintlichen Opfers vor Gericht entsprechend zu begegnen. Ein solcher darf keinesfalls dazu führen, dass offensichtlich für die Unschuld des Verdächtigen streitende Fakten oder Widersprüche im Aussageverhalten der geschädigten Person in den Hintergrund gedrängt werden. Aufgabe der Verteidigung ist es einer gesellschaftlichen Vorverurteilung und Ächtung entgegenzutreten, um dem Grundsatz eines fairen als auch sachlichen Verfahrens gerecht zu werden.

Als Vertreter des/der Geschädigten sehen wir unsere Aufgabe insbesondere darin, dem/der Geschädigten einen möglichst schonenden Verfahrensgang zu ermöglichen.

 

Roman Raczek
Rechtsanwalt
Strafrecht, Sozialrecht
Tel. 040 285 78 282

 
Elmenhorststrasse 7
22767 Hamburg