Jugendstrafrecht

„Ist doch nur Jugendstrafrecht! Der kriegt doch höchstens ein paar Sozialstunden, dann darf er wieder nach Hause! Strafverteidiger stören im Jugendstrafrecht, weil Ihnen die Erziehung der Jugendlichen egal ist.”

So oder ähnlich lauten wohl die gängigsten Vorurteile im Jugendstrafrecht. Meist sind sie falsch.

Im Jugendstrafrecht sprechen wir von Menschen im Alter zwischen 14 und 21 Jahren. Es sind Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren und Heranwachsende im Alter zwischen 18 und 21 Jahren. Dies sind Menschen, bei denen der Gesetzgeber in Deutschland seit mehr als 100 Jahren davon ausgeht, daß Ihre Entwicklung zum Erwachsenen noch im Werden begriffen ist. Bei Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren geht der Gesetzgeber sogar sicher davon aus. Bei Heranwachsenden bis zum Alter von 21 Jahren, schreibt der Gesetzgeber eine besonders gründliche Prüfung der „Reife” des Beschuldigten vor.

In diese jungen Menschen setzt der Gesetzgeber die Hoffnung, noch erzieherisch auf sie einwirken zu können um so weiteres strafbares Verhalten zu verhindern. Nicht das Strafen sondern das Erziehen steht daher im Mittelpunkt des Jugendstrafrechts.

Dies ändert jedoch nichts daran, dass Jugendliche und Heranwachsende gerade wegen ihres jungen Alters und ihrer mangelnden Lebenserfahrung im gegen sie gerichteten Strafverfahren - auch, wenn es „nur” vor dem Jugendrichter stattfindet - besonderen Schutz und Unterstützung benötigen. Noch viel weniger als ein Erwachsener sind sie in der Lage, ihre Rechte im Strafprozess effektiv wahrnehmen zu können.

Ein im Jugendstrafrecht erfahrener Verteidiger bringt Ruhe in das Verfahren und sorgt dafür, daß sich der junge Mensch ernst genommen fühlt und sein Recht auf Verteidigung in angemessener und vor allem Dingen effektiver Form wahrnimmt.

 

Alexander Kirmeß
Rechtsanwalt
Strafrecht
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