Sexualstrafrecht

Vergewaltigung. Sexuelle Nötigung. Kindesmißbrauch.

Schlimme Worte für schlimme Taten.

"Wie kann man nur so jemanden Verteidigen?".

Das ist noch die mildeste Form von Unverständnis, die einem Strafverteidiger, der Menschen, denen solche verheerenden Vorwürfe gemacht werden, verteidigt.

Zunächst sollten wir festhalten, daß nicht jeder, dem ein Sexualdelikt vorgeworfen wird, auch tatsächlich schuldig ist. Die Quote der Falschverdächtigungen auf diesem Gebiet ist ernorm hoch, der Schaden, der so angerichtet wird, ebenfalls. Die Beispiele allein aus meiner Praxis sind beängstigend.

Doch auch wenn die Vorwürfe zutreffen sollten, verliert der Betroffene dadurch nicht seine grundlegenden Rechte als Mensch im Strafverfahren. Das Strafprozeßrecht macht hier aus gutem Grund keine Unterschiede.

Ein Strafverteidiger, der sich entscheidet, auf diesem Gebiet des Strafrechts tätig zu sein, kann es sich gleichfalls nicht erlauben, Unterschiede zu machen. Soll er den "schuldigen" Täter "ein bißchen weniger gut" verteidigen als den "unschuldigen"? Wer will sich einem solchen Anwalt noch anvertrauen?

Die Antwort für den Anwalt kann nur sein, jeden Mandanten mit dem gleichen Engagement zu verteidigen und die Opfer solcher Taten, so weit, wie es nur möglich ist, zu schonen. Weniger wäre Parteiverrat.

Wer das nicht kann, sollte in diesem Bereich nicht tätig sein.

 

Alexander Kirmeß
Rechtsanwalt
Strafrecht
Tel. 040 890 70 673

 
Elmenhorststrasse 7
22767 Hamburg