Steuerstrafrecht

Es ist in den seltensten Fällen das Konto in der Schweiz, welches Selbständige, Angestellte und Unternehmer mit dem Steuerstrafrecht in Konflikt bringt.

Meist sind die Ursachen weitaus trivialer. So erwischt es den angestellten Arzt im Krankenhaus, der neben seiner angestellten Tätigkeit noch als Gutachter tätig ist, wenn er "vergisst" die hierdurch erzielten Nebeneinnahmen bei seiner Steuerklärung anzugeben. Oder den Kleinunternehmer, dessen Umsätze gerade so reichen, um den Betrieb über Wasser zu halten und der aus diesem Grund die vereinnahmte Umsatzsteuer nicht abführt.

Auch der Unternehmer, der es bei der Einfuhr billiger Bekleidung aus Süd-Afrika mit den zu deklarierenden Mengen nicht so genau nimmt, läuft Gefahr, bei einer Stichprobe des hiesigen Zolls aufzufliegen. Ungünstigerweise hat die aktuelle Wirtschaftskrise dazu geführt, daß, aufgrund des geringeren internationalen Warenumschlages, der Zoll wesentlich mehr Zeit und Res sourcen zur Verfügung hat und dementsprechend gründlicher kontrollieren kann, als dies noch vor Jahren der Fall war.

In den allermeisten Fällen ist der Schaden bereits angerichtet, wenn der Mandant beim Anwalt erscheint. Es gilt, den entstandenen Schaden zu ermitteln und aktiv auf die Behörden zuzugehen um Weiterungen zu vermeiden. Häufig wird auch die Hinzuziehung eines Steuerberaters erforderlich sein. Im Bereich des Steuerstrafrechts darf dieser jedoch nur außergerichtlich für den Mandanten tätig sein.

 

Alexander Kirmeß
Rechtsanwalt
Strafrecht
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